VORSCHAU

Ab Dezember 2019

BILDHAUER, MALER, ILLUSTRATOR:

IGNATIUS TASCHNER - EIN KÜNSTLERLEBEN UM 1900

Der gebürtige Franke Ignatius Taschner (geb. 1871 in Kissingen) lernte das Steinmetzhandwerk in Schweinfurt und studierte von 1889 bis 1895 an der Münchner Kunstakademie.

Er bekam erste Aufträge und beteiligte sich an der Pariser Weltausstellung. In Breslau lehrte er an der dortigen Kunst- und Gewerbeschule; hier entstanden nicht nur seine bekanntesten Schmuckarbeiten, sondern es begann auch eine intensive Freundschaft mit Ludwig Thoma, dessen Erzählungen er mit zahlreichen Illustrationen versah.

1904 ging Taschner nach Berlin, fertigte zahlreiche Plastiken, unter anderem für einen großen Märchenbrunnen. Herausragend auch sein Entwurf für das Tafelsilber des Kronprinzen. Von 1906 bis 1913, die letzten sieben Jahre seines Lebens, verbrachte er, immer schaffend, in seinem Wohn- und Atelierhaus in Mitterndorf bei Dachau, wo er im Alter von nur 42 Jahren starb.

Es ist ein zentrales Anliegen der Sonderausstellung, die Vielseitigkeit im Werk von Ignatius Taschner vor Augen zu führen. Dabei wird überwiegend auf Objekte zurückgegriffen, die sich im Privatbesitz seiner Nachfahren im Landkreis Fürstenfeldbruck befinden.